D-Jugend Handballer der HSV starten wieder in die Saison
Fehlende Spielpraxis ist ein Problem, Niederlage trotz Steigerung zur Vorrunde
Im ersten Spiel nach der langen und unfreiwilligen Pause durch die Pandemie hieß der Gegner für den Nachwuchs der HSV Rhein-Nette, genau wie im letzten Spiel, HV Vallendar. Die 11:19 Niederlage letzten November war dabei seinerzeit ein leichter Rückschritt auf dem Weg in die notwendige Form.
Während die HSV seitdem pausierte, konnte sich der Gegner in 2022 bereits in drei Partien, zuletzt beim 22:22 gegen Welling/Bassenheim einspielen. Ein weiterer Nachteil für die HSV. Der Trainingsbetrieb musste zuletzt erneut für eine Woche pausieren und zwei Spiele kurzfristig abgesagt werden.
Die Vorzeichen waren also nicht gerade günstig, die Stimmung im Team aber vor der Partie trotzdem ungetrübt da alle Aktiven zunächst überglücklich waren überhaupt wieder bei einem Wertungsspiel auf dem Platz stehen zu können.
Vom Anpfiff weg entwickelte sich ein munteres Spiel bei dem das Mittel der Wahl der HSV das Anspiel auf die im Schnitt deutlich größer gewachsenen Spieler am Kreis mehrfach zum Erfolg führte. Tjark Heiden und Robin Haupt konnten schnelle Treffer erzielen bevor Pauline Mayer mit einem Doppelschlag auf 4:3 die erneute Führung markierte. Eine 2-Minutenstrafe und mehrere Fehlwürfe sorgten aber dafür, dass das Blatt sich schnell wendete. Das Trainerteam Yannik Kessels, Paula Peter und Sven Richter war in der Folge vor allem damit beschäftigt die Spieler an die notwendige Kommunikation untereinander und das Zusammenspiel in der Verteidigung zu erinnern. Trotz mehrerer Paraden von Jannik Höblich und Catalin Simon im Tor der HSV wuchs der Rückstand unaufhörlich, auch weil sich zu viele technische Fehler in das Spiel der Kombinierten aus Andernach und Plaidt einschlichen. Zwei fehlerhafte Strafwürfe von Siebenmeterpunkt, aber auch der eine oder andere Schritt- und Passfehler bedeuteten ein 6:11 zur Halbzeit.
Aus der Kabine ging es mit der Marschrichtung und Aufstellung der guten ersten Minuten aus Halbzeit eins, lediglich mit dem ebenfalls sehr gut aufspielenden Leonard Kiesewetter im Tor. Zu Beginn zahlte sich das in eigenen Toren aus, obwohl auch den Gästen aus Vallendar wie z. B. mit einem sehenswert abgefangenen Pass und dem darauf folgenden 8:14 einiges gelang. Beim Stand von 9:18 sah das Trainerteam der HSV die Notwendigkeit zum Timeout und schaffte es dabei noch einmal die verbliebenen Reserven im Team zu mobilisieren. Am Ende schafften es die Vereinigten von Rhein und Nette mit drei Toren durch Leo Pitzen sogar noch den Rückstand gegenüber der ersten Halbzeit um ein Tor zu verringern, so dass es am Schluss mit 18:22 gegenüber dem Hinspiel trotz aller Widrigkeiten eine deutliche Steigerung war. Mit dieser Entwicklung kann der Rest der Saison nun endlich und hoffentlich ohne weitere Unterbrechungen kommen.
Es spielten für die HSV: Catalin Simon, Leonard Kiesewetter, Jannik Höblich, Ferdinand Busch, Julian Glebowitsch, Phillip Dick, Leo Pitzen, Robin Haupt, Pauline Mayer, Carlos Bonaffini, Romeo Kohlhaas, Tjark Heiden
