Nachwuchs der HSV startet mit Höhen und Tiefen in die Saison
Die neu formierte D-Jugendmannschaft tritt in diesem Jahr in der Bezirksliga Rhein/Westerwald an. Die ersten Testspiele nach der Zwangspause des Spielbetriebs hatten dabei den Verantwortlichen und Spielern aufgezeigt, was sich nun bestätigt: Es gibt viel zu tun, da die eingespielten Mannschaften der Liga teilweise noch sehr überlegen sind.
Im ersten Spiel, auswärts gegen den Jugendhandball Mülheim/ Urmitz erlitten die Jungs und Mädels vor den Augen des Trainerteams Kessels/ Peter schon ein wenig Schiffbruch. Ganze 12 Minuten und 16 Gegentore dauerte es, bis der erste eigene Treffer gelang. Pässe wurden insgesamt zu oft ungenau gespielt, dem Stellungsspiel fehlte es an Routine und die Würfe des Gegners kamen sehr gut platziert auf den eigenen Kasten, so das ein gehaltener 7m bis dahin auch der einzige Grund zum Jubeln für die HSV-Anhänger war, welche an diesem Tag wieder zahlreich mitgereist waren und sogar durch ehemalige und aktuelle Spieler der ersten Mannschaft verstärkt wurden. Mit 22:3 ging es in die Pause und welchen Stellenwert dieses Spiel für das Trainergespann von Mülheim/Urmitz scheinbar hatte, zeigte sich dann als die Spieler beim Stand von 30:4 vom Rand lautstark noch einmal darauf hingewiesen wurden, dass man schließlich angetreten sei um zu gewinnen. 5 Minuten ohne Gegentor konnte die HSV am Schluss noch auf der Haben-Seite verbuchen aber insgesamt war das 33:6 doch eindeutig.
Eine Woche später bot sich im Heimspiel gegen Grün-Weiß Mendig die Gelegenheit zu zeigen, ob die richtigen Lehren aus diesem Auftakt gezogen wurden. Das insbesondere die Verteidigung ihre Hausaufgaben gemacht hatte, konnte man an der Spielstandanzeige sehr gut erkennen als es nach 13 Minuten gerade mal 2:2 stand. Es war ein von beiden Seiten engagiert und konzentriert geführtes Spiel in dem Max Koch mit seinem sechsten Treffer des Tages den 11:11 Ausgleich erzielen konnte. Leo Pitzen erhöhte 5 Minuten vor Schluss sogar zur ersten Führung im Spiel, wurde dann aber für zwei Minuten vom Feld geschickt, was zur Unzeit Unterzahl bedeutete, welche die Gäste aus Mendig nutzen konnten um das Spiel wieder zu ihren Gunsten zu drehen, obwohl der fällige Strafwurf nicht saß. 12:13 hieß es so am Schluss, weil diesmal die Gäste in der Schlussphase fünf Minuten lang keinen Treffer zuließen. Richtig unglücklich waren am Ende mit dieser knappen Niederlage aber weder Spieler, Fans noch Trainerteam. Innerhalb kürzester Zeit hatten sich viele Dinge gegenüber der ersten Partie verbessern lassen, so dass der Ausblick auf die weitere Saison deutlich freundlicher wurde.
Mit gerade einmal elf Spielern im Kader am dritten Spieltag gegen das Heimteam aus Vallendar zeigte sich noch einmal deutlich, dass auch ein gewisses Verletzungspech ein Faktor beim schweren Start in die Saison war. Defensiv kamen die flinken Spieler des Gegners gerade zu Beginn der Partie zu oft durch die Abwehr und vor Torwart Catalin Simon zum Abschluss. Bis sich die Verteidigung etwas aufeinander eingespielt hatte und die ersten Spielzüge gelingen wollten, stand es schon 8:2. Trotzdem wirkte die Mannschaft der HSV nicht derart deutlich unterlegen und die Einstellung, Körpersprache und der Teamgeist stimmten weiterhin, so dass sie bis zur Halbzeit mit 10:5 den Abstand zumindest verringern konnte. Der zweite Durchgang zeigte dann lange aufopferungsvoll kämpfende Andernacher, denen aber zum Schluss erneut etwas die Luft ausging. Drei verworfene bzw. glänzend parierte Strafwürfe innerhalb kurzer Zeit ließen den Glauben an die eigenen Chancen vielleicht auch etwas schwinden, so dass mit 19:11 am Schluss die Niederlage etwas zu hoch ausfiel. Bester Schütze war Robin Haupt mit fünf Treffern. Mit den bis dahin hoffentlich genesenen Spielern und mehr Spielpraxis kann sich das Team der HSV im Rückspiel auf ein hoffentlich engeres Spiel freuen.
Zum Abschluss des Jahres wäre das Team dann bei der Turnerschaft aus Bendorf zu Gast gewesen. Wie jedoch mittlerweile allseits bekannt, wurde der Spielbetrieb bis zum 15.01.2022 unterbrochen.
