Starker Kampf wird nicht belohnt
HSV Rhein-Nette Männer 2 – TuS Horchheim 35:36 (14:16)
Die HSV Reserve kassierte im Heimspiel gegen TuS Horchheim eine bittere Niederlage. Zwei Mannschaften auf Augenhöhe begeisterten die Zuschauer mit einem fairen, spannenden Handballspiel, das von den sehr guten Schiedsrichtern Guido Bednarz und Bernd Frorath souverän geleitet wurde.
In einem tollen Verbandsliga-Spiel zweier guter Mannschaften hatten am Ende die Gäste aus Koblenz knapp die Nase vorn. In den ersten Minuten sahen die Zuschauer ein offenes Spiel mit guten Torabschlüssen und Spielszenen auf beiden Seiten, sodass es nach 18 Minuten 8:8 stand. Auf der Mitte führte Patrick Heckenbach gut Regie und auf Rechtsaußen zeigte Amadeus Kohlhaas wieder ein starkes Spiel. Es war vor allem die individuelle Klasse, die das Spiel nun allmählich zum Kippen brachte. So war es beim TuS Horchheim allen voran der elffache Torschütze Johannes Weyer, der mit seinen Treffern dafür sorgte, dass nach 26 Minuten eine 11:15-Führung für die Gäste von der Anzeigetafel leuchtete. Die HSV ließ sich aber auch davon nicht beeindrucken und verkürzte bis zur Halbzeit auf 14:16.
Den Start in die zweite Halbzeit verschlief die HSV komplett. War man die erste Halbzeit absolut auf Augenhöhe, war Horchheim mit einem 0:3-Lauf auf 14:19 enteilt. Diesem Rückstand mussten die Hausherren dann einige Zeit hinterherlaufen. „Da haben wir etwas die Linie verloren und schnelle Tore bekommen.“ ärgerte sich HSV-Trainer Emil Haferkorn. Nach 42 Minuten stand es noch immer 18:24 für Horchheim. Aber die Gastgeber gaben sich keineswegs auf, trotz eines kapitalen Fehlstarts bewies die HSV-Reserve eine tolle Moral. Immer wieder angetrieben von dem überragenden Amadeus Kohlhaas, der insgesamt 13 Treffer erzielte, konnte die HSV Tor um Tor verkürzen. Auch mit Hilfe der Zuschauer war beim Spielstand von 30:31 der Anschluss wieder hergestellt.
Es entwickelte sich eine spannende Partie. Horchheim legte vor, die HSV zog nach. Entsprechend stand es zwei Minuten vor dem Ende 34:35 für die Gäste. In der Schlussphase hatte die HSV die Chance zum Ausgleich, doch dieser sollte einfach nicht mehr fallen. Mit seinem elften Tor erhöhte Johannes Weyer 40 Sekunden vor Schluss zum 34:36. HSV Coach Haferkorn nahm die Auszeit – ein schnelles Tor musste jetzt her. Rückraumshooter Constantin Wansorra nahm den Wurf und hatte Pech, dass der Ball vom Innenpfosten raussprang. Mit vorgezogener Deckung gelang es der HSV nochmal in Ballbesitz zu kommen und 17 Sekunden vor der Schlusssirene erneut zu verkürzen. Für mehr sollte es an diesem Abend leider nicht reichen. Gefeiert wurde die junge HSV Truppe dennoch vom eigenen Anhang und bekam viel Zuspruch für eine couragierte, gute Leistung.
„Die Männer müssen keineswegs den Kopf in den Sand stecken. Das Spiel hat gezeigt, dass gegen jede Mannschaft der Verbandsliga etwas möglich ist. Nur wurde dieser Kampf heute noch nicht belohnt. Ich bin dennoch stolz auf meine Mannschaft“, lobte Haferkorn.
Für die HSV: Grupp, Ben Wafi, Praml (Tor) – Richter, Lehmler (5), Umbscheiden (2), Dyong, Reith, Kohlhaas (13/1), Stein, Heckenbach (6/4), Wansorra (4), Rumpf (2) und Schulz (3).
