Ligaprimus zum Siegen eingeladen
Am vergangenen Samstag setzte es die erste Heimniederlage der laufenden Saison für die Herren der HSV.
Die erste Hälfte verlief zwar wechselhaft aber ausgeglichen, da beide Mannschaften mit Durchhängern zu kämpfen hatten. So war es zunächst der HC Koblenz, welcher mit 4:6 vorne lag, ehe die Kombinierten das Spiel drehten und mit 9:6 in Führung gingen.
Wie am vergangen Wochenende in Bitburg schafften es die Grauen Herren der HSV jedoch nicht, diese Führung auszubauen, sondern verfielen in einen behäbig-rentlerlichen Modus, der eher einen Sonntagsspaziergang gleicht als einem Handballspiel der Rheinlandliga. So kam es, dass der Kabinengang zur Halbzeit mit 13:16 angetreten werden musste.
Nach der Pause legte Koblenz immer weiter vor und beim 16:21 sah es bereits nach einem klaren Sieg für den HC aus, was die HSV mit einem 6:0-Lauf konterte und somit wieder mit 22:21 Führung lag. In dieser Phase des Spiels gelang es der Defensive, den Koblenzer Angriff ins stocken zu bringen und in der Offensive die Chancen zu nutzen. Lösung zum Spielsieg gefunden? Mitnichten.
Anstatt sich auf die eigenen Stärken zu besinnen und den Vorsprung auszubauen ignorierte die Mannschaft die Ansagen von Trainergespann Häring/Mohrs und scheiterte dazu mehrmals am gut aufgelegten Torwart der Koblenzer. Diese Fahrlässigkeiten wiederum nutzte Koblenz dankbar als Einladung und drehte die Partie unter Führung eines erfahrenen Andy Reick abermals, das 23:28 auf der Anzeigetafel kam einer Vorentscheidung gleich. Die Kombinierten aus Andernach und Plaidt schafften es nicht mehr, den Anschluss zu erzielen, wodurch man eine klare und leider auch verdiente 27:32-Niederlage einstecken musste.
Einziger Wermutstropfen für Koblenz bleibt, dass Ben Stemann seine Siebenmeter in Zukunft mit dem souveränen David Mohrs teilen muss, nachdem dieser eine 100%-Quote erzielen konnte.
Es spielten: Stitz, Skerlak (beide Tor), Kessels (3), Lenz (6), Gärtner (1), Scholl (8), Dyong, Weber (3), Daun (3), Klein, Heckenbach, Richter, Mehlem (3), Kohlhaas
